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Ostfassade Modulor
 Pfähle  Schule - Klassenzimmer
Dachterrasse Zugangsrampe zum Dach
Fassade - Großaufnahme Westfassade
Schule - Klassenflur Schule - Innenhof
Südgiebel Innere Straße

(Die Besichtigung dieses Gebäudes ist nur mit Führund möglich)

Unter den 5 von Le Corbusier weltweit erbauten Wohneinheiten (Marseille, Rezé les Nantes, Briey-en-Fôret, Ost-Berlin) ist diejenige von Firminy die letzte.
Sie ist das Ergebnis eines von dem Architekten und von Eugène Claudius-Petit erdachten zweiten Stadtbebauungsplans. Dieser Plan, der den Bau von drei Einheiten vorsah, wurde nie ganz abgeschlossen.

Das 1965 begonnene Gebäude wurde von André Wogenscky fertiggestellt. Es entspricht dem Konzept der "vertikalen Gartenstädte" und der "modernen Kartause". Die architektonischen Kernelemente von Le Corbusier - Pfahlbau, freie Fassade, freier Grundriss, Sonnenblende und Dachterrasse - sind auch hier anzutreffen.
Die Pfähle schaffen Freiräume am Boden und begünstigten den optischen Kontakt mit der umgebenden Natur. Die Ost/West-Ausrichtung der Fassaden ist für eine maximale Sonnenbestrahlung der Wohnungen, bei denen es sich mit Ausnahme der 1-Zimmer-Appartements um Maisonnette-Wohnungen handelt, von entscheidender Bedeutung.

Das Ganze ist im Maßstab des "Modulor" gefertigt.
Das 130,35 m lange, 21 m breite und 56 m hohe Gebäude umfasst 20 Stockwerke. Sieben innenseitig verlaufende Straßen führen zu ursprünglich 414 Wohnungen unterschiedlicher Art. Die Stockwerke 18 und 19 beherbergen die Schule, und das 20. Stockwerk dient als Dachterrasse.

Nach einem umfangreichen Restaurierung- und Sanierungsprogramm konnte insbesondere das 20 Jahre lang geschlossene nördliche Drittel wieder eröffnet werden. Die heutigen Eigentumswohnungen wurden vergrößert, um der derzeitigen Nachfrage stärker entgegenzukommen. Der südliche Teil bleibt Eigentum des Amtes für den sozialen Wohnungsbau von Firminy.

Die Schule wurde 1998 nach dreißigjähriger Nutzung geschlossen. Von den drei Schulen, die Le Corbusier bauen ließ, ist diese die größte und zweifellos die gelungenste.

Nur die Pfähle, Fassaden, Schule und Dachterrasse wurden 1993 unter Denkmalschutz gestellt. Die Musterwohnung ist erhalten: Sie präsentiert sich so, wie sie von den Architekten erdacht wurde: zunächst als Prototyp, dann als Musterwohnung.


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Tourisme Territoire Saint-Etienne Métropole
 

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